Für das Sandstrahlen von Gewinden (insbesondere von Präzisionsgewinden, Rohrgewinden oder Befestigungselementen) werden am häufigsten weißes Schmelztonerde-Strahlmittel (WFA) mit Körnungen von F60 bis F120 (bzw. #60 bis #120 Mesh) empfohlen. Nachfolgend finden Sie eine übersichtliche Darstellung:
Empfohlene Körnungen für das Sandstrahlen von Gewinden
| Anwendungsszenario | Empfohlene WFA-Körnung (FEPA-Nr.) | Maschenäquivalent | Partikelgrößenbereich | Hauptzweck |
|---|---|---|---|---|
| Allgemeine Fadenreinigung (Öl-/Fleckenentfernung) | F80 / #80 | 80 Mesh | ~180–212 μm | Ausgewogene Reinigung und feine Verarbeitung; verhindert Beschädigungen am Gewinde. |
| Präzisions-Gewindevorbereitung (ohne Überschneiden) | F100 / #100 | 100 Mesh | ~125–150 μm | Leichte Reinigung; erhält die Gewindegeometrie |
| Starke Gewindeverschmutzung (Rost/Oxid) | F60 / #60 | 60 Mesh | ~250–300 μm | Aggressive Reinigung; entfernt hartnäckige Ablagerungen |
| Feingewinde/Metrische Gewinde | F120 / #120 | 120 Mesh | ~100–125 μm | Ultrafeine Oberflächenbearbeitung; minimale Oberflächenbeeinträchtigung |
Regeln zur Schlüsselauswahl
- Grobere Schleifgrade (F24–F46) vermeiden : Diese sind zu aggressiv für Gewinde und bergen die Gefahr des Überschneidens, der Gewindeprofilverzerrung oder der Gratbildung.
- Mittlere bis feine Schleiffeinheiten (F60–F120) priorisieren : Dieser Bereich ermöglicht eine effektive Reinigung ohne Kompromisse bei der Maßgenauigkeit oder Oberflächenintegrität.
- Materielle Überlegungen :
- Gewinde aus Edelstahl: Verwenden Sie F80–F100 für saubere, rauhe Ergebnisse.
- Gewinde aus Kohlenstoffstahl: F60–F80 eignet sich gut für stärkere Verschmutzungen.
- Gewinde aus Aluminium/Titan: Halten Sie sich an F100–F120, um Beschädigungen des weichen Materials zu vermeiden.
Schnelle Umrechnung und Standards
- FEPA # (europäischer Standard) entspricht den ANSI-Maschenzahlen (z. B. F80 = 80 Maschen).
- Mit zunehmender Körnung verringert sich die Partikelgröße (feinere Körnung = kleinere Partikel).
- Weißes, geschmolzenes Aluminiumoxid wird aufgrund seiner hohen Reinheit (keine Eisenverunreinigung) und seiner scharfen, selbstschärfenden Körner bevorzugt für Gewinde verwendet.
Profi-Tipps
- Um die Beschädigung des Gewindes zu minimieren, sollte ein niedriger bis mittlerer Strahldruck (60–80 psi) verwendet werden.
- Für eine gleichmäßige Reinigung sollte ein Strahlwinkel von 30–45° zur Gewindeoberfläche eingehalten werden.
- Bei kritischen Gewinden in der Luft- und Raumfahrt/Automobilindustrie ist eine Validierung mit einem Oberflächenrauheitsmessgerät erforderlich (Zielwert Ra 0,8–1,6 μm).