Warum weißer Korund ideal zum Glasätzen geeignet ist
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Überlegene Härte (9,0 auf der Mohs-Skala): Es ist deutlich härter als Glas (~5,5 Mohs), was einen effizienten und schnellen Materialabtrag ohne übermäßigen Verschleiß des Schleifmittels selbst ermöglicht. -
Scharfe und kantige Körner: Die Kristallstruktur bricht und bildet scharfe Kanten, was eine ausgezeichnete Schneidwirkung für eine saubere, mattierte Ätzung ermöglicht. -
Hohe Reinheit (Al₂O₃ >99%): Der niedrige Eisenoxidgehalt verhindert ein Vergilben oder Verfärben der geätzten Oberfläche und führt zu einer reinen, hellweißen, mattierten Oberfläche, die für ästhetische Arbeiten unerlässlich ist. -
Konstanz und Langlebigkeit: Es bietet eine gleichmäßige Ätzrate und kann in geschlossenen Sandstrahlsystemen teilweise recycelt werden, was es für die Produktion kosteneffektiv macht. -
Vielseitigkeit: Durch die Variation der Korngröße (Körnung) lassen sich unterschiedliche Oberflächen erzielen, von einer groben, körnigen Textur bis hin zu einem sehr feinen, seidenmatten Frost.
Wie man weißen Korund zum Ätzen von Glas verwendet (Sandstrahlverfahren)
Benötigte Ausrüstung und Materialien
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Sandstrahlkabine (mit Staubabsaugung) -
Luftkompressor (mit Feuchtigkeitsfilter) -
Weißes Korund- Schleifmittel (geeignete Körnung auswählen) -
Schutzausrüstung: Atemschutzmaske (NIOSH-zugelassen für Quarzstaub/abrasiven Staub), Schutzbrille, Handschuhe. -
Glassubstrat -
Abriebfeste Schablone/Schutz: Hochklebendes Vinyl, Gummi oder spezielles Sandstrahlband.
Schritt-für-Schritt-Prozess
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Design & Schablonenanwendung -
Erstellen oder beziehen Sie Ihr Design digital. -
Schneiden Sie das Design mit einem Plotter/Cutter in das Schablonenmaterial (Vinyl). -
Entfernen Sie die überflüssigen Teile der Schablone, die den zu ätzenden Bereichen entsprechen. Drücken Sie die Schablone fest auf das saubere, trockene Glas und achten Sie darauf, dass keine Blasen entstehen oder sich Ränder ablösen.
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Schleifmittel- und Maschineneinrichtung -
Füllen Sie den Trichter des Sandstrahlgeräts mit dem von Ihnen gewählten weißen Korundgranulat. -
Um Verstopfungen zu vermeiden, muss die Luftzufuhr trocken sein. -
Wichtige Parametereinstellungen: -
Körnung: Siehe Auswahlhilfe unten. -
Luftdruck: Typischerweise 60–100 PSI (0,4–0,7 MPa) . Beginnen Sie mit niedrigem Druck und testen Sie ihn. Höherer Druck beschleunigt den Ätzprozess, ist aber schwieriger zu kontrollieren und kann die Schablonen schneller abnutzen. -
Düsenabstand: 5-15 cm von der Glasoberfläche. -
Düsenwinkel: 90 Grad für ein gleichmäßiges mattes Finish; durch Anwinkeln lassen sich Schattierungseffekte erzeugen.
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Sandstrahlausführung -
Stellen Sie das Glas in den Schrank. -
Legen Sie die gesamte Schutzausrüstung an. -
Die freiliegenden Glasflächen werden mit gleichmäßigen, konstanten Strahlbewegungen bearbeitet. Die Strahlbewegungen sollten sich überlappen, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Die Ätztiefe bzw. die Frostdichte wird durch Strahlzeit und -druck gesteuert .
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Reinigung und Endbearbeitung -
Sobald Sie zufrieden sind, nehmen Sie das Glas vorsichtig aus dem Schrank. -
Die Schablone abziehen. -
Spülen Sie das Glas gründlich mit Wasser ab, um jeglichen Schleifstaub zu entfernen.
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Leitfaden zur Auswahl der Korngröße
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