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Weißes, geschmolzenes Aluminiumoxid 1000# 15µm für wolframhaltige Polymerbuchsen

Teil 1: Das Schleifmittel – Weißes Schmelzkorund (WFA) 1000# / 15µm

  • Weißes Schmelzaluminiumoxid (WFA):

    • Ein synthetisches Schleifmittel aus hochreinem Aluminiumoxid (Al₂O₃).

    • Haupteigenschaften:  Hohe Härte, scharfe Körner, gute Selbstschärfung und geringere Wärmeentwicklung im Vergleich zu anderen Schleifmitteln. Es ist bekannt für die Erzeugung einer sehr sauberen, hochwertigen Oberfläche.

    • Typischer Einsatz:  Ideal zum  Feinschleifen, Honen und Polieren  von harten Werkstoffen (wie Stahl, Legierungen) oder überall dort, wo Hitzeempfindlichkeit ein Problem darstellt.

  • 1000# und 15µm (Mikron):

    • Dies sind zwei Standards zur Messung der Korngröße, und sie stimmen hier weitgehend überein.

    • Die Körnung 1000  entspricht einer sehr  feinen Körnung  gemäß FEPA (europäischer Standard) bzw. JIS (japanischer Standard). Sie wird für die abschließenden Polierschritte verwendet, um eine spiegelglatte oder nahezu spiegelglatte Oberfläche zu erzielen.

    • Die Angabe 15µm  gibt direkt den durchschnittlichen Partikeldurchmesser in Mikrometern an und bestätigt damit die feine, für Polierzwecke geeignete Beschaffenheit des Schleifmittels.

Fazit:  Dieses Verfahren eignet sich nicht zum Schneiden oder Materialabtrag. Es wurde speziell für die Erzeugung einer extrem glatten Oberfläche mit geringer Mikrorauheit entwickelt.


Teil 2: Die Komponente – Wolframhaltige Polymerbuchse

  • Polymerbuchse:  Eine Hülse oder Auskleidung, typischerweise hergestellt aus einem Hochleistungskunststoff (z. B. PEEK, PTFE, Vespel, Nylon).

  • Wolframgefüllt:  Das Polymer wird mit Wolframpulver vermischt, um einen Verbundwerkstoff mit verbesserten Eigenschaften zu erzeugen:

    • Erhöhte Dichte/Gewicht:  Zur Auswuchtung und Schwingungsdämpfung in rotierenden Maschinen.

    • Strahlenschutz:  Wolfram eignet sich hervorragend zum Blockieren von Röntgen- und Gammastrahlen und ist nützlich in medizinischen Geräten (CT-Scannern) und nuklearen Geräten.

    • Verbesserte Steifigkeit und Verschleißfestigkeit:  Zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften und der Lebensdauer der Buchse.

Dieser Verbundwerkstoff ist oft sehr hart, verschleißfest und kann spröde sein, weshalb eine präzise Bearbeitung erforderlich ist.


Teil 3: Der voraussichtliche Anwendungs- und Veredelungsprozess

Die Verwendung eines so feinen Schleifmittels deutet auf eines von mehreren Präzisionsbearbeitungsverfahren hin:

  1. Läppen oder Polieren:  Das WFA wird zu einer Suspension oder Paste vermischt. Anschließend wird die Oberfläche der Buchse (innen oder außen) mit einem weichen Läppmittel (z. B. Gusseisen, Kupfer oder auch einem weichen Tuch) bearbeitet, um eine spiegelglatte Oberfläche und enge Toleranzen zu erzielen.

  2. Abrasives Fließbearbeiten (AFM):  Dieses Verfahren eignet sich besonders gut zur Bearbeitung komplexer Innendurchmesser von Buchsen. Ein viskoses Medium, das mit dem Abrasivmittel WFA beladen ist, wird unter Druck durch die Buchsenbohrung gepumpt und entgratet, verrundet und poliert die Innenfläche gleichmäßig.

  3. Feinhonen:  Mit einem Honwerkzeug und Steinen der Körnung 1000 lässt sich die Bohrung präzise dimensionieren und ein perfektes Kreuzschliffmuster auf der Oberfläche erzeugen, um eine optimale Ölrückhaltung zu gewährleisten.


Teil 4: Wichtige Überlegungen zum Prozess

  1. Wärmemanagement:  Obwohl WFA weniger Wärme erzeugt, reagiert die Polymermatrix empfindlich auf Temperaturänderungen.  Eine ausreichende Kühlung  (oft eine Lösung auf Wasserbasis) ist daher unerlässlich, um ein Verformen oder Schmelzen der Buchse zu verhindern.

  2. Reinigung:  Die Reinigung nach der Bearbeitung ist entscheidend. Eventuell verbliebene 15 µm große abrasive Partikel, die in der weichen Polymermatrix eingebettet sind, können sich später lösen und in der Endanwendung zu Verunreinigungen oder Verschleiß führen.

  3. Befestigung:  Die Buchse muss mit geeigneten Vorrichtungen sicher gehalten werden, um Verformungen während des Endbearbeitungsprozesses zu vermeiden, da Polymere weniger steif sind als Metalle.

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